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Im Test: Distance (Early Access)

Quelle: Refract

Es gibt allerhand interessanter Kombinationen von Genres, deren qualitative Umsetzung hier mal dahin gestellt sein soll. Ein aktueller Vertreter dieser Genre-Kombination ist der so genannte „Survival-Racer“, welcher durch Nitronic Rush debütierte.

Wer die Games Done Quick-Events verfolgt, wird dieses Spiel vermeintlich beim „Summer Games Done Quick”-Event 2014 kennengelernt haben. Nun setzte sich Refract Studios an einen inoffiziellen Nachfolger, welcher seit geraumer Zeit auf Steam via Early Access verfügbar ist. Dieses geistige Sequel trägt den Namen Distance.

Optisch lässt sich Distance am besten mit einer Mischung aus Tron und Trackmania erklären. So bewegt man sich fast durchgängig durch eine sehr dunkel gehaltene Strecke, die durch hell leuchtende Lichter und Effekte detailliert wirkt.

Natürlich lässt sich an dieser Stelle ein Vergleich mit seinem Vorgänger nicht vermeiden, aus dem einfachen Grund, dass Nitronic Rush ein „Free to Play”-Titel ist während Distance 19,99€ für den Erwerb einer Kopie verlangt.

Im Vergleich

Grafisch sehen sich die beiden Spiele sehr ähnlich, was nicht allzu sehr verwundern sollte. Aber in diesem Punkt gibt es wiederum einen großen Unterschied. Während sich sowohl die Musik als auch die Beleuchtung bei Nitronic Rush den Geschehnissen auf der Strecke anpassen, wurden in Distance nur die Lichtspiele bei Änderungen der Streckenbedingungen beibehalten.

Die Soundtracks beider Spiele sind für das jeweilige Produkt passend, auch wenn, durch die Effekte gefördert, sich die Musik in Nitronic Rush wesentlich schöner und passender anfühlt. In Punkto Steuerung, welche in einem Rennspiel mit Survival-Aspekten elementar ist, stellt sich Distance als klarer Sieger dar. Im geistigen Vorgänger hatte man oftmals das Gefühl, dass sich das Fahrzeug zu klotzig steuern lässt, was an vielen Stellen zu einem Neustart vom letzten Checkpoint führte. In Distance hat man dagegen eine sehr genaue Steuerung, welche präzise Manöver ermöglicht und Wettkämpfe um den 1. Platz im Ranking zum Teil auf Sekundenbruchteile minimiert.

Im Gameplay unterscheiden sich beide nicht nennenswert, was daher rührt, dass viele Unfälle auf die ungenaue Steuerung zurückzuführen sind. Damit rentiert sich an dieser Stelle ein weiterer Vergleich der beiden nicht.

Das Spielprinzip

Einige werden sich vermutlich bereits die Frage gestellt haben „Was ist eigentlich ein Survival-Racer?!” Das ist nicht verwunderlich, da es in dieser Kategorie nicht allzu viele Vertreter gibt. Die Definition eines Racers wird in Distance klassisch dargestellt, wohingegen der Survival-Aspekt nicht in Form Zombies oder Panzern daher kommt, sondern lediglich durch die Strecken und das Auto.

Quelle: Refract

Laser, Laserwände und riesige Kreissägeblätter sind nur einige Hindernisse, die euch die Strecke in den Weg wirft, um die Fahrt zu erschweren und selbst das Auto macht es euch nicht all zu einfach. So hat euer Fahrzeug einen Geschwindigkeits-Schub, welcher auch überhitzen kann, sodass dieser nur im richtigen Moment eingesetzt werden sollte.

Am Anfang mag sich dies noch alles schwer und kompliziert anhören, vor allem die Hindernisse auf der Strecke, denen man mit Höchstgeschwindigkeit ausweichen soll, ohne getroffen zu werden. Und genau das ist es auch. Nun macht es euch das Spiel aber auch nicht zu schwer, denn so kann man auf so gut wie allen offiziellen Strecken fast durchgängig und ohne zu überhitzen boosten.

Auch das Ausführen von Stunts lässt es zu den Boost zurückzusetzen. Die Kollision mit einem Hindernis stellt auch keinen direkten „Tod” dar, da man so lange weiterfahren kann, bis das Fahrzeug zu einem bestimmten Teil zerstört ist, welcher rund 2/3 des Fahrzeugs ist.

Die Spielmodi

Das Gameplay hört sich zu Beginn nicht allzu spannend an: „Fahre so schnell du kannst ins Ziel.“ Doch erschweren die Überhitzung des Boosts und die Hindernisse auf den Strecken dies um einiges. Auch die Strecken stellen dahingehend große Unterschiede dar. Es ist einem nämlich möglich an Wänden und Decken zu fahren und durch einen Doppeldruck der Leertaste zu fliegen. Das Fahren an Wänden und Decken stellt meistens keine Besonderheit dar. Nur selten sind solche Wege auch Abkürzungen. Doch ist gerade das Fliegen die beste Möglichkeit, neue Wege und Abkürzungen zu finden, um am Ende neue Bestzeiten aufzustellen. Doch Vorsicht: durch das Fliegen steigt sowohl eure Boost-Anzeige stetig, als auch die Verringerung der Geschwindigkeit über Zeit. Solltet ihr mal von der Strecke fallen, kann die Flugfunktion zur Rettung genutzt werden.

Quelle: Refract

Es gibt nur wenige Passagen, wo man die Bewegung durch die Luft wirklich benötigt. Grund dafür könnte sein, dem Spieler das Gefühl der sehr schnellen Geschwindigkeit nicht wegzunehmen und ihn so aufzufordern, neue Abkürzungen zu suchen. Das lässt einen Spieler jedoch dazu verleiten, eine Strecke teilweise Stunden lang zu fahren, nur um neue Abkürzungen zu finden und letztendlich den ersten Platz der Rangliste zu erreichen. Und selbst als Erstplatzierter lässt sich es nicht ruhig leben, denn meistens sind die Rekorde nicht lange von Dauer, da immer wieder neue Abkürzungen gefunden oder alte verbessert werden. Dieses Feature garantiert eine Vielzahl an Spielspaß.

 

Neben dem normalen Spielmodus, welcher hier bis jetzt beschrieben wurde, gibt es auch einen Adventure-Modus, der als eine Art Tutorial dient, um den Spieler auf die schwerer werdenden Strecken vorzubereiten. Worüber man sich in diesem Punkt streiten kann, ist der Einsatz von kleineren Sequenzen mit Horroreffekten, die während der Strecke auftreten und mit dem weiteren Geschehen keinen Zusammenhang haben.

Auf den Arcade-Strecken lassen sich für die erreichten Zeiten auf den einzelnen Strecken Medaillen sammeln. Angefangen von Bronze und Silber bis hinauf zu Gold und Diamant. Diese lassen einen selbst einschätzen, wie gut man die Schwierigkeitsgrade der Strecken beherrscht – was noch mehr zum Tutorial-Charakter beiträgt.

Distance besitzt auch einen Online-Mehrspielermodus, um sich mit mehreren Leuten auf einmal zu messen und sein Können nochmals auf die Probe zu stellen. Auch besitzt es einen Level-Editor, mit dem ihr Strecken sowohl erstellen, als auch veröffentlichen könnt. Dies hilft dem Spiel ungemein, da es zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Reviews nur eine überschaubare Anzahl an offiziellen Strecken gibt. Refract Studios möchte in dieser frühen Beta-Phase den Fokus vorerst auf die Bugs und das Gameplay legen.

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