Test

Im Test: Horizon – Forbidden West

Eine Liebeserklärung an Detailverliebte

Gameplay

Vorweg: Es gibt vieles, was Horizon: Forbidden West richtig gut macht. Doch dazu komme ich noch. Das Gameplay ist es nur bedingt. Die Nutzung der adaptiven Trigger des DualSense-Controllers ist wirklich gelungen. Je nach Waffe oder Werkzeug lassen sich die Trigger mal schwerer oder leichter bewegen. Das fördert natürlich die Immersion, verwirrt aber auch gerne mal das Gehirn, wenn man glaubt, mit dem Finger den Trigger nicht auslösen zu können. Was hingegen nicht so gut umgesetzt ist, sind die Kletterpassagen und davon hat das Spiel einige. Wer ein freies Klettern wie in The Legend of Zelda Breath of Wild erwartet, wird enttäuscht. Vordefinierte Kletterpartien, wie in einem Assassin’s Creed sind es aber auch nicht. Es ist ein Hybrid aus beiden Spielen, wodurch es zum Konflikt kommt. Zum einen erwartet man als Spieler überall hinzukommen, was das Spiel auch suggeriert, jedoch sind die Pfade eingeschränkt. Zumindest erkennt man visuell wo sich diese Kletterpunkte befinden, doch gestaltet sich das Erreichen dieser oft als schwierig, da häufig Verbindungspunkte fehlen. Es endet damit, dass permanent die Sprungtaste gehämmert wird, nur um irgendwie den nächsten freien Punkt zu erreichen. So lassen sich oftmals steile Klippen mühelos und vielleicht vom Spiel unbeabsichtigt durch Bunnyhopping erreichen.

Quelle: Sony
Quelle: Sony

Die Maschinen!

Die Maschinen sind abermals detailliert und spannend umgesetzt. Ihr natürlich wirkendes Verhalten passt so ungemein in die Landschaft, dass ihre Künstlichkeit kaum auffällt. Zum Leidtragen aller sind sie jedoch nicht freundlich gesinnt und greifen euch bei jeder Gelegenheit an. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich die Artenvielfalt deutlich erhöht, sodass ihr nicht nur auf neue kleinere und aggressive Maschinen stößt, sondern auch imposante größere Gegner vor euch habt. Im Grunde sind aber alle Maschinen gleichermaßen gefährlich und verfügen über ein begrenztes Aufgebot an todbringenden Fähigkeiten.

Quelle: Sony
Quelle: Sony

Natürlich gibt es Ausnahmen, wie zum Beispiel großer Fledermäuse oder Schlangen, welche ein ganzes Waffenarsenal zur Verfügung haben, äußerst agil sind und durch wenig hervorstechende Schwachstellen oder falsche Munition kaum zu bezwingen sind. Meistens sind diese übermächtigen Gegner an Missionen oder sogar die Hauptquest gebunden, was das Vorankommen besonders frustrierend gestalten kann. Auch hier hat Entwickler Guerilla Games die Balance zwischen diesen beiden Extremen verpasst.

„Ich helfe dir!“

Dass man in Videospielen einen oder mehrere Begleiter hat, ist nichts Neues. Auch nicht die Tatsache, dass diese einem helfen möchten und dabei eher belanglos wirken. Horizon Forbidden West hebt diese Hilfsangebote jedoch auf ein neues Level. Noch nie hatte ich einem Videospiel Angst, wenn mir ein NPC gesagt hat “Warte, ich helfe dir!”. Nach der ersten Situation, in der dieser Satz aufgekommen ist, wurde bei mir was ausgelöst. Denn jedes Mal, wenn dieser Satz fällt, bedeutet das, dass ihr

  1. einer Vielzahl übermächtiger Maschinen gegenübertreten müsst.
  2. ihr auf euch allein gestellt seid, weil die NPCs nichts tun.
  3. ihr damit rechnen müsst, alle Gegner gleichzeitig gegen euch zu haben.
  4. der NPC sehr häufig im Weg steht und euch aufhält.
Quelle: Sony
Quelle: Sony

Als hätte man bewusst die KI auf maximale Feindseligkeit gegenüber der gerade spielenden Person gestellt. Immerhin bewerfen sie euch mit für den Kampf passenden Munition, sofern ihr eine Waffe habt, die diese Munitionsart abfeuern kann.

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