Im Test: EA’s FIFA 20



Karrieremodus
Wie in jedem neuen FIFA-Teil habt ihr auch dieses Mal wieder die Wahl zwischen der Trainer- und Spielerkarriere. Neben einer größeren Auswahl an Trainern können Spieler nun auch zwischen deutlich detaillierteren Models wählen und viel mehr Anpassungen vornehmen, als jemals zuvor. Außerdem ist in der Männerdomäne Fußball es in FIFA 20 nun auch erstmals möglich eine Frau als Trainer zu wählen.

Es gab einige Updates in Sachen Pressekonferenzen und Interaktionen mit den Spielern. Dabei ist es wichtig wie wir vor der Presse auftreten, da dies unmittelbaren Einfluss auf die Moral unserer Schützlinge hat. Und wie im wahren Leben – ist die Moral im Keller, spielen die Spieler auch nicht das was sie können, anders, als wenn sie hochmotiviert und voller Tatendrang wären. Auch in anderen Bereichen dreht EA an den Stellschrauben und bietet immer wieder kleinere Veränderungen, sodass Spieler zumindest die Zuwendung EA’s am Karrieremodus zu spüren bekommen. Zuvor wurde dieser Modus teils gänzlich ignoriert und der Fokus für Veränderungen und Neuheiten auf andere Bereiche des Spiels gelegt.

Im Großen und Ganzen bleibt der Karrieremodus jedoch ein solider Bestandteil des FIFA-Universums.

Gameplay
In Sachen Gameplay hat sich auch einiges getan und wird den Spielern ins Auge fallen. Was will man noch ändern an einem Spiel, dass seit mehreren Jahrzehnten, Jahr für Jahr erscheint (?) werden sich viele Fragen. Schwächere KI-Verteidigung sorgt dafür, dass eure Hintermannschaft nicht mehr einfach die Drecksarbeit für euch erledigt. Viel mehr skaliert sie mit eurer Spielweise. Defensives Eingreifen belohnt eure Abwehr mit ebenfalls stärkeren Verteidigungs- bzw. Zweikampf-Manövern.

Ein großer Punkt neben den Zweikämpfen ist jedoch in einer Fußball-Simulation natürlich auch das Schießen! In FIFA 20 werden Schüsse noch realistischer und für den Spieler logischer nachzuvollziehen. So sind “leichte” Tore einfacher zu schießen, als jene, die ihr Volley von 30 Meter Entfernung aufs Tor ballert. Ein großes Update haben auch die Standards bekommen, denen sich EA im aktuellen FIFA verstärkt gewidmet hat. So fühlen sich die Standards dank neuer Systeme einfach insgesamt besser an und bringen den entsprechenden Spielspaß für ein wichtiges Fußball-Element wieder zurück.

Auf dem Rasen merkt man auch viele der Änderungen zum Großteil zwar nicht extrem, aber gerade in speziellen Szenen immer wieder. Die Unterschiede zwischen einem Supersprinter und einem langsamen Verteidigungsspieler werden nun noch einmal deutlicher. Auch in Zweikämpfen spielt die Statur eurer Spieler eine Rolle. Eure kräftigen Verteidiger werden kleine Sprintmonster (sofern sie in ihre Nähe kommen) einfacher abdrängen können, um so das oft entscheidende Tackling zu machen. Ganz rund läuft es jedoch auch nicht ab, immer wieder findet man kleine Fruster auf dem Platz in Sachen Spielerwechsel oder Kollisionen und teils mehr als unrealistischen Stolplern & Co. Leider sind auch im Bereich der Standards die Eckbälle aktuell nicht ganz ausgereift.

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