Im Test: Twin Mirror – Das Spiel mit dem zweiten ich


Erinnert ihr euch noch an unseren Bericht von der gamescom zu Twin Mirror (zum Artikel)? Wir begeben uns nach Basswood, einer Stadt der wir einst „entflohen“ sind. Doch ein tragisches Ereignis zwingt uns, wieder genau hierhin zurückzukehren.

Quelle: Bandai Namco

Die Story
Der Protagonist der Geschichte ist Sam Higgs, seines Zeichens Journalist, geboren und aufgewachsen in Basswood. Dieses beschauliche Dörfchen ist wohl die typische, amerikanische Kleinstadt. Eigentlich kennt jeder jeden und wer nicht gerade die Welt verändern will, hat sich mit seinem Dasein in der Stadt abgefunden. Jede/r tut das, was er bzw. sie kann und geht seiner Wege. Die Stadt selbst war jedoch nicht immer so trostlos. Einst waren die Bewohner der Stadt ein Minenarbeiter-Volk, das gut vom Bergbau lebte. Sam schrieb damals noch für den Basswood Jungle, die heimische Stadtzeitschrift. Im zuge seiner Arbeit deckte er jedoch die miserablen Arbeitsbedingungen und Probleme auf, die in der Mine vor sich gingen. Aus diesem Grund wurde die Mine geschlossen und all jene, die vom Bergbau abhängig waren, hegten fortan einen Groll gegen unseren Hauptdarsteller.

Daher entschied er sich, seine Freunde, Familie und gesamte Existenz zurückzulassen und aus Basswood fortzugehen. Doch der Tod seines besten Freundes und ehemaligen Kollegen zwingt ihn an eben diesen Ort zurück. Einige Anzeichen sprechen dafür, dass es bei dem Autounfall nicht mit rechten Dingen zuging. Da es sich um ein Spiel handelt, das maßgeblich von der Story beeinflusst wird, brechen wir an dieser Stelle den Story-Teil ab und überlassen euch den Rest der Kapitels selbst. Was uns auch zum nächsten Punkt bringt:

Die Spielmechanik
Sam Higgs war auch vor seinem Weggang aus Basswood kein wirklich geselliger Typ. Wie viele Kinder entwickelte er daher einen imaginären Freund, der ihn auch im Erwachsenenalter noch „zur Seite steht“. Immer wieder stoßt ihr daher im Verlauf des Spiel auf eben diesen Freund, der versucht, euch von seiner Meinung zu überzeugen. Dadurch entstehen immer wieder neue Situationen und andere Handlungsstränge. Als Beispiel: lauscht ihr weiter ihm oder fokusiert ihr euch auf das aktuelle Gespräch mit einer anderen Person? Verlasst ihr, auf sein anraten hin, den Schauplatz des Geschehens oder bohrt doch weiter nach? Entscheidungen, die eure Beziehung und den Weg der Handlung verändern werden.

Eine weitere Mechanik, die Twin Mirror auszeichnet, ist der Gedankenpalast. Dieser komplexe Ort im Innern eurer Gedankenwelt, baut sich nach und nach auf. Immer wieder seid ihr in ihm gefangen und versucht, Szenen aus der Vergangenheit erneut zu erleben und zu verstehen, aus einem Labyrinth zu entkommen und mehr! Nicht nur Ereignisse, die bereits lang zurück liegen tauchen dabei auf, sondern auch erst vor kürzlich geschehenes. Durch verschiedene Auswahlmöglichkeiten vergegenwärtigt ihr diese Ereignisse noch einmal, setzt so Stück für Stück eure Geschichte wieder zusammen und erfahrt, was wirklich geschah.

Quelle: Bandai Namco

Im Menü könnt ihr darüber hinaus permanent die Informationen rund um Personen nachvollziehen. Warum hasst euch Person A oder welche Bedenken habt ihr gegenüber Person B. Wer steht auf eurer Seite und welcher ehemalige Freund entpuppt sich doch als falsche Schlange? So mausert sich der Enthüllungsjournalist langsam zum Detektiv und geht allen Spuren nach, um den Tod seines Freundes aufzudecken.

Die Emotionen spielen dabei auch eine wichtige Rolle. Neben der Hauptstoryline wird auch Sams Gefühls- und Gedankenwelt euer stetiger Begleiter sein. Findet also nicht nur die Lösung des Falls, sondern auch zu euch selbst.

Vorherige Fragen für das Voll Verpeilt Team
Nächste Der März in Animal Crossing: New Horizons

Noch keine Kommentare

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.