Im Test: Sea of Solitude


Die verschiedenen Monster haben dabei ganz eigene Eigenschaften, die euch seelisch ziemlich zusetzen können, wenn ihr euch auf die Charakteren auch wirklich einlasst. Es ist eine emotionale Reise durch die Finsternis, mit einem Lichtblick am Ende. In einer venedigartigen Stadt begebt ihr euch von Kapitel zu Kapitel immer weiter und tiefer in das soziale Netzwerk eures Lebens. Der Fokus von Sea of Solitude liegt ganz klar auf der Story, wodurch die nötigen Buttons in Sachen Steuerung eher wenig genutzt werden und die Grafik zwar dem Setting passend ist, aber auch keine Augenweide.

Hier haben sich eure Eltern kennengelernt.

Um die Story nicht allzu groß zu spoilern, werde ich im kommenden Teil des Tests extrem beschränken. Die erste Person, mit der es Kay zu tun bekommt ist ihr kleiner Bruder, der mit trypischen Problemen in der Schule und extremer Nichtakzeptanz zu tun hat. Auch sein noch so junges Leben steht dabei auf dem Spiel. Kay hat jedoch nur Augen für sich und ihre Beziehung, die im späteren Spielverlauf ebenfalls ein Teil des Spiels sein wird. Glowy, die kleine Lichtkugel, die euch durch das ganze Spiel begleitet führt euch in diesen Situationen Gespräche vor Augen, die eine frühere Kay einfach abgetan oder gar nicht erst zugehört hat. Dabei wird euch erst richtig bewusst, wie sehr ihr euer Umfeld damit verletzt habt. Auch eure Eltern haben Probleme mit ihrer Beziehung und ihr begleitet sie vom ersten Treffen bis hin zum eskalierten Streit. Euer Vater ist ständig abwesen, eure Mutter fühlt sich daruch verlassen, allein und frustriert. Bei jedem Kapitel, das ihr abschließt füllt sich ein Teil der finsteren Welt aus Erinnerungen mit Farbe und Freundlichkeit. Die Monster verwandeln sich dann nach kleinen „Bosskämpfen“ wieder in die Personen, denen ihr künftig wahrscheinlich wieder mehr Aufmerksamkeit widmen werdet: Sunny, eurem Bruder – Vivienne, euer Mutter und Adam, eurem Vater.

Doch was ist mit euch? Schemenhaft ist zwar noch die junge Kay zu erkennen, aber auch sie ist ein Monster eingehüllt und die Finsternis. Euer Ebenbild begleitet euch ebenfalls durch die packende Story von Sea of Solitude. Der Streit mit eurem Freund, Jack, der euch in Form eines Wolfs gegenübersteht eskaliert im entsprechenden Kapitel. Ihr trennt euch, lernt aber damit auch, dass Verluste zum Leben dazu gehören und ihr ebenfalls damit leben müsst.

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