Activision Blizzard schließt mehrere hundert Stellen


Am vergangenen Dienstagabend gab Activision Blizzard seinen Aktionären gegenüber einen aktuellen Bericht über Finanzen, anstehende Projekte und interne Entscheidungen ab, auch Earnings Call genannt. Obwohl das Jahr 2018 für Activision Blizzard ein Rekordjahr war, wurden die Erwartungen laut Bobby Kotick (CEO) nicht erfüllt.

Zahlen und Fakten

Activision Blizzard erbrachte im vergangenen Jahr einen Umsatz von ca. 7,5 Milliarden US-Dollar und machte so ca. 1,8 Milliarden US-Dollar Gewinn. Dennoch werden die Erwartungen für das Jahr 2019 gesenkt und Einschnitte sollen in den „Nicht-Entwickler“ Abteilungen folgen.

In Zahlen ausgedrückt stehen bei Activision Blizzard Entlassungen in Höhe von 8% der Belegschaft, also ca. 800 Mitarbeiter*Innen, an. Davon alleine 150 Mitarbeiter*Innen in Europa. Viele Entwicklerstudios der Videospielbranche zeigen sich aber solidarisch und bieten den Betroffenen offene Stellen an.

Bobby Kotick, CEO Activision Blizzard

Blickt man auf das vergangene Jahr zurück, wird einem bewusst, wohin die Gelder geflossen sind. Der ehemalige und neue Chief Finance Officer (CFO) von Activision Blizzard, Dennis Durkon,  bekam bei seiner erneuten Einstellung in diesem Jahr einen Bonus von ca. 15 Millionen US-Dollar, damit er den Job erneut übernimmt. Durkon übernahm bereits 2012 bis 2017 den Posten als CFP bei Activision Blizzard und wurde von Spencer Neumann 2017 bis 2018 abgelöst. Neumann bekommt als Abfindung für diese Zeit ca. 9,47 Millionen US-Dollar, obwohl in seiner Amtszeit die Aktie um 26 Prozent gefallen ist.

Zusammengerechnet kommt man auf 24,47 Millionen US-Dollar, die eine einzige Stelle einnimmt. Diese Tatsache kommt, sofern man dem allgemeinen Tenor in der Community wahrnimmt, nicht gut an. Mittlerweile gibt es sogar seitens der GameWorkers Unite eine Petition gegen Bobby Kotick, die dessen Absetzung verlangt. Diese, man könnte es Gewerkschaft nennen, setzt sich international für die Rechte in der Videospielindustrie ein.

Wie es nun weitergehen wird bleibt ungewiss. Auch welchen Einfluss das auf die kommenden Spiele und andere Publisher haben wird, bleibt abzuwarten.

Quellen: Kotaku; CNBCBloomberg

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