Review: Soul Calibur VI


Nach dem letzte Teil der Soul Calibur Reihe vor gut 6 Jahren auf Xbox 360 und PlayStation 3 erschienen war, sind die Erwartungen an Soul Calibur VI natürlich entsprechend hoch.
Hat sich das Warten ausgezahlt und Bandai Namco die Zeit genutzt das beste Soul Calibur aller Zeiten zu erschaffen? Die Antwort ist… nicht so einfach. Aber der Reihe nach.

„A hero desires a sword, and a sword desires truth.“

Soul Calibur VI spielt, obwohl es neuste Teil ist, zeitlich vor den anderen Soul Calibur Spielen. Dadurch halten alte Kämpfer, wie Taki oder Talim wieder Einzug ins Spiel. Neu hinzugekommen sind der Magier Azwel und Doppelschwertträger Grøh. Damit stehen in dem Spiel zum Start 21 Kämpfer zur Auswahl. In einem stimmigen Intro erfahrt ihr die Geschichte um das verfluchte Schwert Soul Edge, wie Siegfried zu Nightmare wurde und warum die Kämpfer sich bekämpfen.

Mit diesem Wissen könnt ihr euch nun in zwei Geschichtsmodi austoben. Da wäre zum einen der “Seelen-Chronik”, in dem ihr die Geschichte der Kämpfer selbst erlebt und euch durch eine lineare Story durchprügelt. Oder ihr wählt “Waage der Seelen” aus, erstellt euch einen eigenen Charakter und trefft die anderen Kämpfer während eurer eigenen Reise.

Die lieblosen Storymodi

Was auf dem Papier erstmal gut klingt, entpuppt sich als eine langweilig inszenierte Geschichte, die vor Belanglosigkeit nur strotzt. Die Geschichte verteilt sich auf kleinere Abschnitte, die je nach Kämpfer mal früher oder später in dem Zeitabschnitt von Soul Calibur VI spielen. Die Erzählung erfolgt jedoch in Standbildern, mit hübsch gezeichneten Charakteren und einer angenehmen Sprachausgabe. Mehr nicht. Die einzige Animation findet dann statt, wenn sich die Mimik ändert oder die Profilbilder anfangen zu wackeln, um einen Kampf zu simulieren. Ja richtig, ein Kampf wird in einem Kampfspiel nicht mit der eigenen Spielmechanik in Form eines Videos gelöst, sondern durch Zeichnungen.

Auch die Geschichte um den Geralt von Rivas Gastauftritt ist so sehr bei den Haaren herbeigezogen, dass dieser Storyabschnitt auch hätte weggelassen werden können.

Schlimmer trifft es jedoch den zweiten Modus. Hier gibt es nur noch Dialoge in Textform, ohne Sprachausgabe. Zwischensequenzen fehlen ganz und auch die groß angekündigte Entscheidungsfreiheit, welche die Geschichte beeinflussen soll, ist nur ein laues Lüftchen. Mich ereilte sogar der Punkt, an dem mir diese Geschichte vollkommen egal war und ich die Textpassagen übersprungen habe, um endlich weiter zu kämpfen.

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