Castle of Heart: Ein Ritter zum Mitnehmen

DarkSouls trifft Sidescroller

„Castle of Heart“ ist zwar schon im März dieses Jahres erschienen, ging aber in der Release-Flut wohl ein wenig unter. Bei einem wiedersehen auf der Gamescom 2018 durften wir den Plattformer-Titel nochmals antesten:

Die Entwickler des Indie-Studios 7Levels gingen ein hohes Risiko ein als sie sich dazu entschieden ein exklusives Spiel für eine noch nicht veröffentlichte Konsole zu entwickeln. Aber Nintendo’s Switch ging wie warme Semmeln über die Ladentheke.
Das Mittelalter-Setting erinnern sofort an den bekannten Mega-Hit Dark Souls von From Software. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um einen einfachen Dark Souls-Klon, sondern ein waschechter Action-Platformer für hart gesottene Gemüter.

Ihr schlüpf in die Rolle eines Ritters der zwar keinen Namen aber dafür einen Fluch, der euch langsam versteinert, mit sich trägt. In der starken Panzerung sollt ihr nun der dunklen Magie trotzen, um eure entführte geliebte aus den Fängen des dunklen Herrschers zu befreien. Auf dem Weg dorthin werden über 20 lang gehaltene Level erobert, in denen unzählige Widersacher auf euch warten. Problem ist hierbei allerdings der immer weiter voranschreitende Fluch, der euren Körper immer weiter in das Jenseits bröseln lässt. Sammelt ihr die von Gegnern fallen gelassene Lebensenergie nicht auf oder eure Lebensanzeige fällt unter einen bestimmten Wert, können auch Körperteile wie ein Arm abfallen. Was zuerst recht lustig klingt, ist in „Castle of Heart“ eine massive Behinderung. So könnt Ihr in diesen Zustand keine zweiten Waffen aufnehmen und auch keine Bomben werfen. In diesem Spiel wollt ihr nicht auf eure sekundäre Waffe verzichten.

Mit sammelbaren Tötungswerkzeugen wie Speere, Armbrüste, Bomben oder Messer könnt ihr den Lebenzehrenden Nahkämpfen aus dem Weggehen oder zumindest die Gegner auf Distanz halten. Wesentlich schwieriger wird es aber dann, wenn mehrere Gegner euch gleichzeitig aus der Nähe und aus der Ferne attackieren. Ein taktisches Vorgehen ist hier also ratsam.

Die Steuerung an Nintendo’s Switch ist sehr gewöhnungsbedürftig. Sprünge laufen wie in Zeitlupe ab was die Sprungeinlagen teilweise schwierig gestaltet. Wesentlich besser ist das einbeziehen von Hintergrundgegenständen. Eine zerstörte Laterne beispielsweise entfacht ein Feuer auf dem Boden, was hineinlaufende Gegner verbrennen lässt.

Musikalisch wird hier Durchschnittskost aufs Ohr gegeben. Visuell kann der Plattformer durch sein durchgängiges 2,5D Mittelalter-Setting punkten.

Für 15€ bekommt Ihr je nach Spielweise 5 – 11 Stunden an einzigartigen Gameplay. „Castle of Heart“ ist kein öder Sidescroller sondern erfordert eine, durch den hohen Schwierigkeitsgrad, enorm taktische Vorgehensweise.

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