Kurz angespielt: Sekiro – Shadows die Twice


Ich könnte jetzt Fakten runterbeten und Dinge schreiben, die sowieso auf sämtlichen Videospielportalen zu finden sind. Deshalb bekommt ihr stattdessen meinen persönlichen und ungeschönten Ersteindruck, den ich aus der 30 Minütigen gamescom-Demo von Sekiro – Shadows die Twice gewinnen konnte.

In der Demo, die ich auf dem gamescom Stand in Halle 7 von Activision anspielen konnte, wurde ich in ein altes und schon langsam zerfallendes japanisches Bollwerk gesetzt. Nur ich, mein Schwert und ein Greifhaken, der den linken Arm ersetzt. Ein wundervolles Geschenk dieser Greifhaken. Mit ihm kam ich an hochgelegene Stellen und konnte so Gegnern ausweichen oder mich von oben mit gezogener Klinge auf sie fallen lassen. Nach einigen Spielminuten war der Greifhaken bereits so sehr mit meinem Spielgefühl verbunden, dass ich ihn intuitiv einsetzte und häufig nach geeigneten Gelegenheiten Ausschau hielt.

Dadurch änderte sich nicht nur mein Spilstil gravierend, ich bekam auch einen besseren Überblick über die Levelabschnitte und konnte taktischer herangehen und lief (meistens) nicht blind in Gegnerhorden hinein. War mal keine Anhöhe da, gab es noch die Möglichkeit des Anschleichens. Aus den Schatten überraschte Feinde konnten oft durch nur einen Schwertstreich eliminiert werden.

Auch im Kampf war das Gerät sehr nützlich, um aus brenzligen Situation zu verschwinden. Ein Bosskampf baute auf dieser Technik kauf, da dieser in einer Phase äußerst anstrengend und wild wurde. Ich musste mich von Ast zu Ast hangeln um seinem Gefuchtel zu entgehen.

Nach dem ersten Tod wusste ich auch endlich, warum es „Shadows die Twice“ heißt: Der Spieler besitzt zwei Leben und kann sich einmal an Ort und Stelle wiederbeleben. Das ist besonders hilfreich, wenn dümmlichere Gegner denken, dass man tot ist und sie noch während sie sich umdrehen ausschaltet.

Doch auch mit dem durch einen Feuerzauber entfachtes Schwert, konnte ich ihn nicht bezwingen. Jeder Miniboss und Boss hat kleine Rauten über sich und seiner Lebensanzeige. Die Anzahl gibt an, wie oft er getötet werden muss, damit er liegen bleibt. Dies kann jedoch nur über Finisher geschehen, die nach einer bestimmten Aktion (Parieren oder kritischer Schlag) ausgeführt werden können. Ich war schon froh, als ich den ersten Shogun  und einen gefangenen Oger getötet habe. Beide hatten jeweils zwei dieser Rauten und waren schon knackig. Nach 10 weiteren Versuchen gab ich schließlich auf, da noch weitere Interessenten Sekiro anspielen wollten.

Fazit:

Auch wenn ich nur 30 Minuten hatte, konnte ich mir einen guten Eindruck davon machen, was Sekiro sein will. Es kombiniert das Grundprinzip von Dark Souls (schwere, faire Kämpfe), das offensivere Gameplay von Bloodborne und sorgt durch den Greifhaken für noch mehr Dynamik.

Die an das feudale Japan angelehnte Spielumgebung ist wunderbar in Szene gesetzt. Es wirkt stimmig und nicht übertrieben. Alles was man sieht, könnte aus einer japanischen Überlieferung oder Mythologie entstammen. Riesige Schlangen, Shinto-Götter, Abscheulichkeiten und die willenlosen Krieger, die für ihren Shogun kämpfen.

All das lässt mich das Warten auf Sekiro: Shadows die Twice kaum ertragen. Ich möchte unbedingt weiterspielen, frustriert den Controller durch die Gegend werfen und nachts laut die Nachbarn aus dem Bett schreien, wenn ich einen Boss besiegt habe. Das ist es nämlich, was ich erwarte und aus diesen wenigen Minuten bereits ziehen konnte. Der einzige Trost bleibt, dass der derzeitig angepeilte Veröffentlichungstag der 22. März 2019 ist. Dann soll das Spiel für Xbox, PlayStation 4 und PC erscheinen.

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